Musikinstrumente
Vom Alphorn bis zum Dudelsack
Es begegnet uns eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Musikinstrumenten. Ihre Historie ist so alt wie die Geschichte der Menschheit.
Historische Instrumente
So waren Musikinstrumente in der Frühzeit und auch bei den Ureinwohnern noch in erster Linie zum Transport von akustischen Zeichen gedacht, mit denen man Botschaften über größere Entfernungen übermitteln konnte wie zum Beispiel das Alphorn, die Trommel und im weitern Sinn auch Klanghölzer und Rasseln bei afrikanischen Stämmen und indigenen Völkern. Sie waren aus den Materialien gefertigt, mit denen die Menschen auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens arbeiteten. So findet man Musikinstrumente aus Tierknochen und Schildkrötenpanzern bei den Indianern Mittel- und Nordamerikas neben Klanghölzern oder einfachen Blasinstrumenten aus Bambus im asiatischen Raum.
Instrumente zur Unterhaltung
Erst in zweiter Linie benutzte man Ihre besonderen akustischen Eigenheiten zur Begleitung bei Tänzen und Gesängen. Mit der sich immer weiter entwickelnden Zivilisation jedoch gewannen die Musikinstrumente an Bedeutung und nahmen bald eine eigenständige Stellung in der ausschließlichen Benutzung als künstlerisches Element ein. In dieser Hinsicht haben sie eine lange Tradition, die bis in die Jetztzeit gepflegt wird. Man unterscheidet Musikinstrumente nach Kategorien. Blas- und Streichinstrumente bilden hierbei die größten Gruppen, es gibt jedoch noch viele andere wie Schlaginstrumente, auch Percussion genannt, und Kastenhalslaute, zu denen beispielsweise auch die Gitarre gehört.
Faszinierende Bauweise
Die zum Teil äußerst filigrane Bauweise der verschiedenen Musikinstrumente ist ein Abbild des sich mit der ständig weiter entwickelnden Zivilisation steigenden musikalisch-künstlerischen Anspruches. Ein Beispiel dieser Vervollkommnung liefert der Klang einer Violine des berühmten Geigenbauers Stradivari, deren Spektrum dem Vokal E der menschlichen Stimme ähnelt, weshalb uns die damit erzeugten Töne gefühlsmäßig besonders berühren. Wer bereits einmal in einer Oper den gebündelten und fein aufeinander abgestimmten Klängen lauschen durfte, der wird dieses faszinierende Erlebnis nicht mehr vergessen. Es bewegt uns ebenso wie das einfache mit einer kleinen Flöte begleitete Wiegenlied.